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Saft aus Konzentrat oder Direktsaft: Was ändert sich beim Nährwert?

Die Angaben auf dem Saftkarton beschreiben die Verarbeitung des Getränks, erzählen aber nicht die ganze Geschichte über seine Nährwerte. So vergleichen Sie die beiden Sorten und tragen sie genau in Ihr Ernährungstagebuch ein.

Was „aus Konzentrat“ bedeutet

Saft aus Konzentrat beginnt als Saft, der aus Früchten gepresst wird. Ein Teil des Wassers wird entzogen, damit er sich leichter lagern und transportieren lässt. Vor dem Verkauf wird wieder Wasser hinzugefügt, um den Saft annähernd auf seine ursprüngliche Konzentration zu bringen.

Bei der Verarbeitung kann der Saft erhitzt werden; Aromen können aufgefangen und später wieder hinzugefügt werden. Das genaue Verfahren unterscheidet sich je nach Hersteller und Frucht. „Aus Konzentrat“ bedeutet nicht automatisch, dass Zucker zugesetzt wurde.

Wählen Sie beim Eintragen einen Eintrag, der zum trinkfertigen Saft passt, nicht zur konzentrierten Zutat, die bei der Herstellung verwendet wurde. Prüfen Sie die Nährwertangaben für die Menge, die Sie tatsächlich einschenken. Ein größeres Glas kann sich in Ihrem Eintrag stärker bemerkbar machen als das Herstellungsverfahren.

  • Saft wird aus Früchten gewonnen
  • Ein Teil des Wassers wird entzogen
  • Der konzentrierte Saft wird gelagert oder transportiert
  • Vor dem Abfüllen wird Wasser hinzugefügt

Was „nicht aus Konzentrat“ bedeutet

Direktsaft wird gepresst und in seiner üblichen Saftkonzentration belassen, statt ihm Wasser zu entziehen und es später wieder hinzuzufügen. Er kann trotzdem gefiltert, gemischt, gekühlt oder erhitzt werden. Die Bezeichnung bedeutet nicht, dass der Saft ohne Verarbeitung direkt von der Frucht in den Karton gelangt ist.

Manche Säfte werden vor dem Abfüllen gelagert, damit sie das ganze Jahr über erhältlich sind. Hersteller können außerdem Säfte aus verschiedenen Chargen mischen, um den Geschmack gleichbleibend zu halten. Diese Schritte können den Geschmack beeinflussen, doch allein aus der Bezeichnung auf dem Etikett lässt sich nicht ableiten, dass ein Saft nährstoffreicher ist als ein anderer.

Verwenden Sie beim Eintragen die Angaben für genau diesen Saft. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Eintrag für Direktsaft mit einem frisch gepressten Saft aus einer Saftbar oder zu Hause übereinstimmt. Unterschiedliche Früchte, Mischungen und Portionsgrößen können zu unterschiedlichen Nährwerten führen.

  • Prüfen Sie die Frucht oder Fruchtmischung
  • Achten Sie auf zugesetzte Zutaten
  • Orientieren Sie sich an der angegebenen Portionsgröße
  • Tragen Sie die tatsächlich getrunkene Menge ein

Wie sich die Nährwerte vergleichen lassen

Wenn beide Getränke reiner Saft mit ähnlicher Konzentration sind, können ihre Werte für Kohlenhydrate, natürlichen Zucker und Energie recht ähnlich sein. Unterschiede können von der Obstsorte, der Mischung und der Menge des enthaltenen Fruchtfleischs abhängen. Das Herstellungsverfahren ist nur ein Teil des Vergleichs.

Hitze, Lagerung und Kontakt mit Luft können einige empfindliche Vitamine verringern. Wie viel davon übrig bleibt, hängt jedoch von der Frucht sowie davon ab, wie der Saft hergestellt, gelagert und behandelt wurde. Die Angaben „aus Konzentrat“ und „nicht aus Konzentrat“ reichen nicht aus, um den Unterschied zu berechnen.

Am einfachsten vergleichen Sie die Nährwerttabellen, indem Sie für beide Getränke dieselbe Menge zugrunde legen. Vergleichen Sie die Werte pro 100 ml, statt zwei empfohlene Portionen unterschiedlicher Größe gegenüberzustellen. Prüfen Sie auch, ob Vitamine nachträglich zugesetzt wurden, denn dadurch kann sich der angegebene Wert ändern.

  • Energie pro 100 ml
  • Kohlenhydrate und Zucker pro 100 ml
  • Ballaststoffe pro 100 ml
  • Angegebene Vitamine und Mineralstoffe
  • Zusätzliche Zutaten neben Fruchtsaft

Natürlicher Zucker, zugesetzter Zucker und Ballaststoffe

Fruchtsaft enthält Zucker, der bereits in der Frucht vorhanden war. Nach dem Pressen steckt dieser Zucker in einem Getränk, das sich schnell trinken lässt. Ob der Saft aus Konzentrat stammt, sagt für sich genommen nicht aus, wie viel Zucker in Ihrem Glas ist.

Lesen Sie die Zutatenliste, statt sich nach der Vorderseite des Kartons zu richten. Bei reinem Fruchtsaft steht dort möglicherweise nur Saft oder bei aus Konzentrat rückverdünntem Saft Saft und Wasser. Ein Fruchtsaftgetränk kann weitere Zutaten enthalten und sollte daher nicht wie reiner Saft eingetragen werden.

Beim Entsaften geht außerdem ein großer Teil der Ballaststoffe aus der ganzen Frucht verloren, auch wenn Säfte mit Fruchtfleisch etwas mehr davon enthalten können. Die Frucht zu essen und ihren Saft zu trinken ist daher ernährungsphysiologisch nicht dasselbe. Wenn Ballaststoffe zu Ihren Ernährungszielen gehören, wählen Sie einen Eintrag, der zum Produkt passt, statt einen Eintrag für die ganze Frucht zu verwenden.

  • Unterscheiden Sie reinen Saft von einem Fruchtsaftgetränk
  • Prüfen Sie die Zutaten auf Zucker oder Sirup
  • Achten Sie auf den Gesamtzuckergehalt in der Nährwerttabelle
  • Prüfen Sie die Ballaststoffe separat
  • Tragen Sie Saft nicht als ganze Frucht ein

Geschmack und Frische können die Wahl beeinflussen

Direktsaft wird oft wegen eines Geschmacks gewählt, der dem frisch gepresster Früchte näherkommt. Saft aus Konzentrat kann etwas anders schmecken, weil ihm Wasser entzogen und später wieder hinzugefügt wurde. Keine der beiden Bezeichnungen garantiert einen bestimmten Grad an Süße, Säure oder Frische.

Fruchtfleisch, Obstsorte und Lagerung nach dem Öffnen können den Geschmack stark beeinflussen. Auch die Trinktemperatur verändert, wie süß oder säuerlich ein Saft wirkt. Diese Details können für Ihren Genuss wichtiger sein als ein kleiner Unterschied in der Nährwerttabelle.

Wählen Sie die Sorte, die Ihnen besser schmeckt, und nutzen Sie das Etikett als Orientierung für Ihren Eintrag. Wenn zwei Varianten ähnliche Nährwerte haben, können der Geschmack und die Menge, die Sie gewöhnlich einschenken, den Ausschlag geben. Der passende Eintrag ist derjenige, der das Getränk und die Menge wiedergibt, die Sie tatsächlich getrunken haben.

So tragen Sie Saft richtig ein

Stellen Sie zunächst fest, ob es sich um reinen Saft, rückverdünnten Saft oder ein Fruchtsaftgetränk handelt. Suchen Sie die Nährwertangaben pro 100 ml und messen oder schätzen Sie dann die Menge in Ihrem Glas. Tragen Sie dieses Volumen in Ihren Tracker ein, statt automatisch die voreingestellte Portion zu übernehmen.

Wenn Sie Saft mit Wasser verdünnen, tragen Sie die Saftmenge vor dem Verdünnen ein, denn reines Wasser liefert weder Energie noch Zucker. Wenn Sie zwei Säfte mischen und sich ihre Nährwerte unterscheiden, tragen Sie sie separat ein. Für selbst gemachten Saft verwenden Sie einen Eintrag, der auf den verwendeten Früchten und der ungefähren Menge des fertigen Safts beruht.

Gehen Sie beim Vergleichen von Getränken über einen längeren Zeitraum einheitlich vor. Die Angaben zur Herstellung helfen Ihnen, den Karton zu verstehen; für die Erfassung sind jedoch die Zutaten, die Nährwerttabelle und die eingeschenkte Menge entscheidend. Worauf es ankommt, hängt vom jeweiligen Saft und Ihrer Portion ab.

  • Bestimmen Sie die Art des Getränks
  • Lesen Sie die Werte pro 100 ml ab
  • Notieren Sie die eingeschenkte Menge
  • Passen Sie den Eintrag im Tracker an diese Menge an
  • Tragen Sie gemischte Säfte bei Bedarf separat ein

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