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Fehler bei Portionsgrößen, die dein Ernährungstagebuch verfälschen können

Auch ein sorgfältig geführtes Ernährungstagebuch kann irreführend sein, wenn die eingetragene Menge nicht der verzehrten entspricht. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lassen sich Portionen leichter einschätzen und erfassen.

Eine Referenzportion mit deiner tatsächlichen Portion verwechseln

Eine Referenzportion ist die auf einem Etikett oder in einer Tracking-App angegebene Bezugsmenge. Deine Portion ist die Menge, die du tatsächlich isst. Sie kann daher kleiner oder größer als die Referenzportion sein.

Bevor du ein Lebensmittel einträgst, vergleiche die angegebene Referenzportion mit der Menge auf deinem Teller. Wenn du mehr als eine Referenzportion gegessen hast, passe den Eintrag entsprechend an, statt den Wert auf dem Etikett unverändert zu übernehmen.

Zwischen gegartem und ungegartem Gewicht wechseln

Lebensmittel können beim Garen Wasser aufnehmen oder verlieren. Dadurch verändert sich ihr Gewicht, ohne dass sich der Energiegehalt der gesamten Menge entsprechend verändert. Wenn du das gegarte Gewicht mit einem Datenbankeintrag für ein ungegartes Lebensmittel erfasst oder umgekehrt, kann dein Eintrag ungenau werden.

Prüfe, ob der ausgewählte Eintrag das Lebensmittel als gegart, roh, trocken oder zubereitet bezeichnet. Wiege und erfasse es möglichst immer im gleichen Zustand und verwende für häufig zubereitete Rezepte eine einheitliche Methode.

Lebensmittel schätzen, deren Menge leicht unterschätzt wird

Eine rasch eingegossene, geschöpfte oder aufgestrichene Menge lässt sich mit bloßem Auge nur schwer einschätzen, besonders wenn das Lebensmittel beim Kochen hinzugefügt wird. Kleine Extras können außerdem bereits in Vergessenheit geraten sein, wenn du dein Ernährungstagebuch vervollständigst.

Verwende eine Küchenwaage oder einen Messlöffel, wenn du dir bei einer visuellen Schätzung unsicher bist. Du musst nicht dauerhaft alles abmessen, aber gelegentliche Kontrollen können dir helfen, deine üblichen Portionsgrößen besser einzuschätzen.

Geteilte Gerichte und Reste vergessen

Ein ganzes Rezept wird leicht als gleich große Portionen erfasst, auch wenn unterschiedlich viel auf die einzelnen Teller kam. Ein weiterer Löffel Nachschlag oder zurückgelassene Reste können ebenfalls dazu führen, dass die eingetragene Menge von der tatsächlich verzehrten abweicht.

Erfasse bei einem selbst gekochten Gericht die Zutaten und notiere das Gewicht nach der Zubereitung oder teile es entsprechend den tatsächlich servierten Portionen auf. Strebe eine angemessene, reproduzierbare Schätzung statt vollkommener Genauigkeit an, denn wie detailliert die Erfassung sein sollte, hängt von der jeweiligen Person und ihrem Tracking-Ziel ab.

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